Anschluss der Preset-Platine Preset12 MPX

Aus KeyboardPartner Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die Platine Preset12 dient als Preset-Erweiterung mit Umschaltung von zwei Zugriegelsätzen pro Manual. Die Indikator-LEDs wurden hier aus Platzmangel direkt in die Tasten eingelassen.
Bestückte Platine Preset12, Jumper für Obermanual gesetzt. Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.
Anschluss von zwei Preset12-Boards an HOAX. Die Zugriegelsätze werden nun an die freien 16pol. Steckverbinder der Preset12-Platine angeschlossen.

Achtung: Nur als Referenz. Preset12-MPX wurde durch Preset12-2 ersetzt.

Bestückung und Aufbau

Schalt- und Bestückungsplan sind in unserem GIT-Repository im Verzeichnis "PLATINEN" abgelegt.

Die Baugruppe enthält einen Portbaustein wie bei Panel16, der den Anschluss von bis zu 12 Preset-Tasten erlaubt, wovon zwei für die Live-Einstellung gedacht sind. Es kann somit die untere "inverse Oktave" einer 5+1-Oktaven-Tastatur als Preset-Panel dienen. Wie bei der Hammond B3 schalten die beiden Tasten B/A# und H/B kein Preset, sondern zwei separate Zugriegelsätze pro Manual um. Dafür sind auf der Platine 9 elektronische Umschalter enthalten.

Für Preset12 sind 12 (oder ggf. weniger) Manual- oder Einzel-Tasterkontakte nötig (oder Manualkontakte mit Masse-Sammelschiene auf GND, evt. nachrüsten), die laut untenstehender Tabelle mit Preset12 PL7 SWITCHES verbunden werden. Bitte beachten: Taste 1 laut Tabelle ist das H/B (Live-Preset rechter Zugriegelsatz), nicht das unterste C!

Beim Anschluss der LEDs an Preset12 PL3 LEDS die Eselsbrücke beachten: Pluspol Anode = "Ärmchen" in der LED, längeres Bein), Minuspol Kathode ("Kloschüssel" in der LED. Preset 12 PL3 ist so beschaltet, dass vom Flachbandkabel immer zwei aufeinanderfolgende Leitungen zu einer LED führen; die ungeraden Pins gehen an die Kathode, die geraden an die Anode. Ein Vorwiderstand ist auf der Platine vorhanden, die Kabelenden können also direkt an die LEDs gelötet werden.

Key Contact Preset Key LED K (-) LED A (+) Remarks
Pin PL7 Name Pin PL3 Pin PL3
1 H/B 1 2 Live 1. Zugriegel
2 B/A# 3 4 Live 2. Zugriegel
3 A 5 6 "echte" Presets ff.
4 G# 7 8
5 G 9 10
6 F# 11 12
7 F 13 14
8 E 15 16
9 D# 17 18
10 D 19 20
11 C# 21 22
12 CANCEL 23 24 oder weiteres Preset
14 GND (25) (26) gem. Masse für Taster

Verbinden Sie Preset 12 PL1 oder PL2 (sind parallelgeschaltet/gleichberechtigt) über ein 10pol. Flachbandkabel (max. 100 cm) mit HOAX PL4 ("Panel"). Verbinden Sie Preset12 PL6 über ein 16pol. Flachbandkabel (max. 100 cm) mit HOAX PL9 (für Obermanual, Preset12 JP1 gesteckt) oder HOAX PL13 (für Untermanual, Preset12 JP1 offen).

So angeschlossen, gilt die Platine als Preset-Erweiterung mit je 10 Presets für Ober- oder Untermanual plus zwei Live-Einstellungen über zwei Zugriegelsätze pro Manual. Hier gibt es sozusagen eine wechselseitige Auslösung der Presets, es ist nur das zuletzt gedrückte aktiv und es leuchtet immer nur eine LED. Bei Anschluss von zwei Preset12-Platinen werden beide PL1 beider Platinen miteinander verbunden und HOAX PL4 mit einem der freien Preset12 PL2 (siehe Bild).

Der Jumper Preset12 JP1 stellt ein, ob diese Preset12-Platine das Ober- (gesteckt) oder Untermanual (offen) bedient. Die Jumper-Stellung muss natürlich mit den benutzten Zugriegel-Verbindungen übereinstimmen! Im Bild ist die untere Platine zuständig für das Untermanual, hier ist JP1 also offen.

Anschluss der Zugriegel

Die Belegung der Anschlüsse der beiden Zugriegelsätze PL4 und PL5 sind identisch mit dem HOAX-Zugriegelanschluss. Es werden nur die Zugriegel umgeschaltet, nicht jedoch die anderen Analogeingänge. Sie können die Pedal-, Sustain- und Lautstärkepotis daher an PL4 oder an PL5 anschließen, diese Eingänge sind 1:1 durchverbunden.

Preset12 PL4 Analog 2 führt zum jeweils "rechten" Zugriegelsatz (Live-Preset oberste inverse Taste H/B), PL5 Analog 1 (mittlerer Steckverbinder, keine Beschriftung!) zum jeweils "linken" Zugriegelsatz (Live-Preset inverse Taste B/A#).

Bedienung

Nach den Einschalten leuchten kurz alle LEDs, die dann aber bis auf die erste (Live-Preset H/B) wieder verlöschen. Ein kurzer Druck auf eine der Preset-Tasten ruft das abgespeicherte Preset oder die zwei Live-Einstellungen auf. Sie können die aktuelle Zugriegel-Einstellung (oder auch das zuletzt aufgerufene Preset) für dieses Manual neu abspeichern, indem Sie die gewünschte Preset-Taste (also das Ziel zum Speichern) einfach länger als zwei Sekunden drücken. Zur Bestätigung blinken die LEDs aller Taster kurz auf. Die CANCEL-Taste kann entweder wie im Original mit einem "Null-Sound" (alle Zugriegel auf Null) belegt werden oder mit einem weiteren Preset.

Latching Presets

Es ist in unserem GIT-Repository eine Firmware-Version verfügbar, die mit "Latching Keys" (mit einrastender Mechanik wie B3) arbeitet, etwa zum Einbau in die Hammond B3000. Hier hat die Cancel-Taste zwei Funktionen: Bei einem kurzen Druck wird die Orgel stummgeschaltet, drückt man die nicht einrastende Cancel-Taste jedoch länger zusammen mit einer Preset-Taste, wird dort das neue Preset abgelegt (erst Cancel loslassen, dann die Preset-Taste). Der Anschluss der Indikator-LEDs ist hier natürlich nicht nötig, die optische Anzeige erfolgt durch die per Mechanik festgehaltene Taste. Die Cancel-Taste kann hier natürlich nicht mit einem Preset belegt werden.

Abfolge zum Speichern:

  • Orgel steht auf gewünschtem Klang (kann sowohl irgendein Preset als auch eine der beiden Live-Einstellungen sein)
  • Cancel-Taste drücken und gedrückt halten
  • gleich darauf gewünschte Ziel-Preset-Taste gleichzeitig drücken
  • beide Tasten min. 2 Sek. gedrückt halten
  • Cancel-Taste loslassen
  • Preset-Taste loslassen; bleibt eingerastet

Der neue Klang ist jetzt auf der gedrückten Preset-Taste gespeichert. Als gangbare Alternative empfehle ich, die Rastmechanik von Orgeln wie der B3000 auszubauen, so dass die Standard-Firmware verwendet werden kann. Sie müssen dann allerdings die LEDs als Indikator nachrüsten.