HX3.6 First Aid (deutsch): Unterschied zwischen den Versionen

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=== Bekannte Probleme ===
=== Bekannte Probleme ===


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Beim Abspielen von Noten erzeugen einige Boards nach dem Einschalten '''manchmal''' ein "körniges" Geräusch (d.h. nach jedem dritten bis zehnten Einschalten). Dies wird durch Timing-Probleme zwischen FPGA, DAC und DSP verursacht. Wir haben versucht, dieses Problem durch eine verbesserte I2S-Schnittstelle innerhalb der FPGA-Struktur zu lösen. Wenn die Aktualisierung der FPGA Sound Engine nicht hilft und Sie immer noch ein solches Verhalten feststellen, ist eine kleine Hardware-Modifikation notwendig. Diese führen wir kostenlos in unserer Werkstatt durch.
Beim Abspielen von Noten erzeugen einige Boards nach dem Einschalten '''manchmal''' ein "körniges" Geräusch (d.h. nach jedem dritten bis zehnten Einschalten), in seltenen Fällen auch gar kein Ausgangssignal. Dies wird durch Timing-Probleme zwischen FPGA, DAC und DSP verursacht. Wir haben versucht, dieses Problem durch eine verbesserte I2S-Schnittstelle innerhalb der FPGA-Struktur zu lösen. Wenn die Aktualisierung der FPGA Sound Engine nicht hilft und Sie immer noch ein solches Verhalten feststellen, ist eine kleine Hardware-Modifikation notwendig. Diese führen wir kostenlos in unserer Werkstatt durch.


Falls Sie es sich selbst zutrauen und mit dem SMD-Löten vertraut sind, können Sie diese Modifikation auch selbst ausführen: Entfernen Sie die Widerstände R1 und R8 (beidseitig mit zwei Lötkolben erwärmen). Verdahten Sie die Lötstellen von R1 und R8 mit dem mittleren Widerstand R34 wie auf nebenstehendem Bild mit Fädel- oder Kupferlackdraht oder dünnem isolierten Draht.
Falls Sie es sich selbst zutrauen und mit dem SMD-Löten vertraut sind, können Sie diese Modifikation auch selbst ausführen: Entfernen Sie die Widerstände R1 und R8 (beidseitig mit zwei Lötkolben erwärmen). Verdahten Sie die Lötstellen von R1 und R8 mit dem mittleren Widerstand R34 wie auf nebenstehendem Bild mit Fädel- oder Kupferlackdraht oder dünnem isolierten Draht.
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* Im normalen Betrieb blink die blaue LED auf dem HX3 Mainboard etwa einmal pro Sekunde auf, ebenso beim Senden von MIDI-Daten. Wenn sie dauerhaft leuchtet, ist wahrscheinlich ein analoger Steuereingang offen und "floatet", weshalb dauernd MIDI-Daten gesendet werden. In diesem Fall verbinden Sie den HX3 Manager mit angekreuzten "Disable Analog Inputs on Connect". '''Speichern Sie ''System Inits'' nicht mit dem falschen Wert in #1503''', da sonst analoge Controller, Schwellpedal und Fußschalter '''nicht funktionieren'''.  
* Im normalen Betrieb blink die blaue LED auf dem HX3 Mainboard etwa einmal pro Sekunde auf, ebenso beim Senden von MIDI-Daten. Wenn sie dauerhaft leuchtet, ist wahrscheinlich ein analoger Steuereingang offen und "floatet", weshalb dauernd MIDI-Daten gesendet werden. In diesem Fall verbinden Sie den HX3 Manager mit angekreuzten "Disable Analog Inputs on Connect". '''Speichern Sie ''System Inits'' nicht mit dem falschen Wert in #1503''', da sonst analoge Controller, Schwellpedal und Fußschalter '''nicht funktionieren'''.  
* Wenn die blaue LED dreimal pro Sekunde kurz flackert und ansonsten leuchtet, ist HX3.6 im Bootloader-Modus, weil dieser angefordert wurde (beim Einschalten Encoder gedrückt) oder FPGA Sound Engine oder Firmware korrumpiert sind. Eine Verbindung mit dem Editor ist dann nicht möglich.
* Wenn die blaue LED dreimal pro Sekunde kurz flackert und ansonsten leuchtet, ist HX3.6 im Bootloader-Modus, weil dieser angefordert wurde (beim Einschalten Encoder gedrückt) oder FPGA Sound Engine oder Firmware korrumpiert sind. Eine Verbindung mit dem Editor ist dann nicht möglich.
Die Verbindung schlägt fehl, wenn die Konfiguration der '''digitalen Taster-Eingänge''' oder der Analogeingänge falsch ist. Wenn z.B. ein Tasteneingang als Voice- oder Preset-Taster konfiguriert ist und dieser digitale Eingang mit der gemeinsamen Masse verbunden ist (durch einen Schalter, Kurzschluss usw.), reagiert das HX3 nicht auf HX3-Manager-Befehle, da es ständig versucht, Voices/Presets zu speichern oder abzurufen (blinkende LEDs). Um zu verhindern, dass der HX3 Manager aufgrund einer Fehlkonfiguration abstürzt, trennen Sie alle digitalen Eingangspanels '''außer dem MenuPanel''' von PL4, PL25 und PL26.
Wenn dagegen ein zugewiesener '''Analogeingang''' offen gelassen wird, "schwebt" er und sendet zufällige MIDI CC-Daten, was ebenfalls die Kommunikation mit dem HX3 Manager stört. Deaktivieren Sie im Dialogfeld "Verbinden" die analogen Eingänge vorübergehend über das Kontrollkästchen. Dadurch wird ''System Inits'' #1503 auf 0 gesetzt.
* Korrigieren Sie die Tasten-/Schalterzuweisungen für Voice- und Preset-Tasten, wenn kein Panel16, Preset16, Extend16 angeschlossen ist.
* Schließen Sie anschließend den HX3 Manager und schalten Sie den HX3 aus.
* Verbinden Sie sich erneut mit dem HX3 Manager, wobei alle Boards und Tasten/Schalter angeschlossen sind.
* Prüfen Sie die System-Inits #1503, der Wert sollte 1 für MIDI-Expander oder 2/3 für Standard-Orgeln mit Zugriegeln sein.


=== Prüfen der Versionsnummer ===
=== Prüfen der Versionsnummer ===
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  1496 = 0    / (not used)
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  1497 = 0    / Vibrato Knob Mode
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  1498 = 23    / CommonPreset Save/Restore Mask
  1498 = 159  / CommonPreset Save/Restore Mask
  1499 = 0    / (RFU)
  1499 = 0    / (RFU)
  1500 = 0    / (RFU)
  1500 = 0    / (RFU)

Aktuelle Version vom 28. November 2023, 11:17 Uhr

Sie haben das neue Board eingebaut oder ein Update aufgespielt, und es kommt kein Ton oder einige Funktionen sind fehlerhaft? Überprüfen Sie mit dem HX3 Manager folgende Einstellungen:

HX3 Manager startet nicht oder mit Fehlermeldung

  • Halten Sie beim Start (Doppelklick von hx3_manager.exe) die SHIFT-Taste gedrückt. Dies setzt evt. fehlerhafte Bildschirmpositionen zurück. Dies funktioniert erst ab der HX3-Manager-Version #6.06.
  • Der HX3 Manager sollte in einem Verzeichnis installiert (entpackt/kopiert) werden, dessen Pfad keine Leerzeichen oder diakritischen Zeichen/Umlaute enthält, also wäre zum Beispiel D:\dokumente\hx3_kram\ OK.

Bekannte Probleme

HX3.6-Platine DAC-Modifikation (für vergrößerte Darstellung Bild anklicken)

Beim Abspielen von Noten erzeugen einige Boards nach dem Einschalten manchmal ein "körniges" Geräusch (d.h. nach jedem dritten bis zehnten Einschalten), in seltenen Fällen auch gar kein Ausgangssignal. Dies wird durch Timing-Probleme zwischen FPGA, DAC und DSP verursacht. Wir haben versucht, dieses Problem durch eine verbesserte I2S-Schnittstelle innerhalb der FPGA-Struktur zu lösen. Wenn die Aktualisierung der FPGA Sound Engine nicht hilft und Sie immer noch ein solches Verhalten feststellen, ist eine kleine Hardware-Modifikation notwendig. Diese führen wir kostenlos in unserer Werkstatt durch.

Falls Sie es sich selbst zutrauen und mit dem SMD-Löten vertraut sind, können Sie diese Modifikation auch selbst ausführen: Entfernen Sie die Widerstände R1 und R8 (beidseitig mit zwei Lötkolben erwärmen). Verdahten Sie die Lötstellen von R1 und R8 mit dem mittleren Widerstand R34 wie auf nebenstehendem Bild mit Fädel- oder Kupferlackdraht oder dünnem isolierten Draht.

Keine/fehlerhafte Verbindung

  • Ist ein Scan-Board angeschlossen? Der Betrieb ohne Scan-Board ist nur bei HX3 Expander oder installiertem MIDI-Scan-Treiber möglich.
  • Im normalen Betrieb blink die blaue LED auf dem HX3 Mainboard etwa einmal pro Sekunde auf, ebenso beim Senden von MIDI-Daten. Wenn sie dauerhaft leuchtet, ist wahrscheinlich ein analoger Steuereingang offen und "floatet", weshalb dauernd MIDI-Daten gesendet werden. In diesem Fall verbinden Sie den HX3 Manager mit angekreuzten "Disable Analog Inputs on Connect". Speichern Sie System Inits nicht mit dem falschen Wert in #1503, da sonst analoge Controller, Schwellpedal und Fußschalter nicht funktionieren.
  • Wenn die blaue LED dreimal pro Sekunde kurz flackert und ansonsten leuchtet, ist HX3.6 im Bootloader-Modus, weil dieser angefordert wurde (beim Einschalten Encoder gedrückt) oder FPGA Sound Engine oder Firmware korrumpiert sind. Eine Verbindung mit dem Editor ist dann nicht möglich.

Die Verbindung schlägt fehl, wenn die Konfiguration der digitalen Taster-Eingänge oder der Analogeingänge falsch ist. Wenn z.B. ein Tasteneingang als Voice- oder Preset-Taster konfiguriert ist und dieser digitale Eingang mit der gemeinsamen Masse verbunden ist (durch einen Schalter, Kurzschluss usw.), reagiert das HX3 nicht auf HX3-Manager-Befehle, da es ständig versucht, Voices/Presets zu speichern oder abzurufen (blinkende LEDs). Um zu verhindern, dass der HX3 Manager aufgrund einer Fehlkonfiguration abstürzt, trennen Sie alle digitalen Eingangspanels außer dem MenuPanel von PL4, PL25 und PL26.

Wenn dagegen ein zugewiesener Analogeingang offen gelassen wird, "schwebt" er und sendet zufällige MIDI CC-Daten, was ebenfalls die Kommunikation mit dem HX3 Manager stört. Deaktivieren Sie im Dialogfeld "Verbinden" die analogen Eingänge vorübergehend über das Kontrollkästchen. Dadurch wird System Inits #1503 auf 0 gesetzt.

  • Korrigieren Sie die Tasten-/Schalterzuweisungen für Voice- und Preset-Tasten, wenn kein Panel16, Preset16, Extend16 angeschlossen ist.
  • Schließen Sie anschließend den HX3 Manager und schalten Sie den HX3 aus.
  • Verbinden Sie sich erneut mit dem HX3 Manager, wobei alle Boards und Tasten/Schalter angeschlossen sind.
  • Prüfen Sie die System-Inits #1503, der Wert sollte 1 für MIDI-Expander oder 2/3 für Standard-Orgeln mit Zugriegeln sein.

Prüfen der Versionsnummer

  • Werden im HX3 Updater gültige Board-Informationen angezeigt (Versions- und Seriennummern, min. Freischaltung Organ Licence OK)?
  • Passt der angezeigte Scan-Treiber zu Ihrem Scan-Board? Falls nicht, installieren Sie einen passenden (z.B. scanfatr.dat für Fatar-Tastaturen)

Kein Ton

  • Sind die Manuale im MIDI Setup #1373 auf 7 eingeschaltet?
  • Stehen die Volume Pots auf plausiblen Werten?
  • Im GM/H100 Setup sollten die Werte für GM Synth Output Mix Level #1490 und Organ Output Mix Level #1491 zwischen 100 und 120 liegen. Hiermit stellen Sie den Pegel am letzten Ausgangs-Mischer des DSP ein.

Fehlerhafte Funktion

  • Sind im HX3 Editor die System Inits richtig eingestellt? Typisch für eine Orgel mit 2 Drawbar-Sätzen pro Manual ist folgende Konfiguration:
1496 = 0     / (not used)
1497 = 0     / Vibrato Knob Mode
1498 = 159   / CommonPreset Save/Restore Mask
1499 = 0     / (RFU)
1500 = 0     / (RFU)
1501 = 23    / Various Configurations 1
1502 = 5     / Various Configurations 2
1503 = 2     / ADC Configuration
1504 = 0     / 1st DB Set Voice Number (enabled when 0..15)
1505 = 1     / 2nd DB Set Voice Number (enabled when 1..15)
1506 = 0     / Pedal Drawbar Configuration
1507 = 100   / ADC Scaling
1508 = 4     / ADC Hysteresis
1509 = 3     / HX3 Device Type

Potentiometer- und Drawbar-Zuweisung

  • Beim Bewegen der (bei 2 DB-Sets der aktiven) Zugriegel müssen sich die entsprechenden Werte der Upper DB, Lower DB usw. ändern. Falls nicht: Sind die Analogeingänge aktiviert (System Inits #1503) und richtig zugeordnet (Analog Remap)? Kontrollieren Sie ggf. die Rohwerte der analogen Eingänge in der Editor-Registerkarte "Input Monitor".
5000 = 0     / Analog Input 0 (UPR PL22-1) Function
5001 = 1     / Analog Input 1 (UPR PL22-2) Function
5002 = 2     / Analog Input 2 (UPR PL22-3) Function
5003 = 3     / Analog Input 3 (UPR PL22-4) Function
5004 = 4     / Analog Input 4 (UPR PL22-5) Function
5005 = 5     / Analog Input 5 (UPR PL22-6) Function
5006 = 6     / Analog Input 6 (UPR PL22-7) Function
5007 = 7     / Analog Input 7 (UPR PL22-8) Function
5008 = 8     / Analog Input 8 (UPR PL22-9) Function
5009 = 80    / Analog Input 9 (UPR PL22-10) Function
5010 = 81    / Analog Input 10 (UPR PL22-11) Function
(Achtung: PL-Nummern im Editor gelten für HX3.5-Board!)
...
5024 = 255   / MPX Input 0 Function

Taster/Schalter-Zuweisung

  • Sind Buttons und Schalter in Switch Remap richtig zugeordnet? Die Taster-Codes für Upper/Lower/Pedal-Voices und Common Presets haben sich geändert, um Platz für die neuen Orgel-und Speaker-Modelle zu schaffen. Kontrollieren Sie alle Preset- und Voice-Zuweisungen (Werte von 100 bis 121) der Switch Remap-Parameter #5100..5195 im Editor.
  • Hier ein Beispiel für die Standard-Belegung mit 4 Preset-Tastern auf Panel16:
5132 = 0     / Input 32 (onboard Pin PL25-1) Function
5133 = 1     / Input 33 (onboard Pin PL25-2) Function
5134 = 2     / Input 34 (onboard Pin PL25-3) Function
5135 = 3     / Input 35 (onboard Pin PL25-4) Function
5136 = 4     / Input 36 (onboard Pin PL25-5) Function
5137 = 5     / Input 37 (onboard Pin PL25-6) Function
5138 = 6     / Input 38 (onboard Pin PL25-7) Function
5139 = 7     / Input 39 (onboard Pin PL25-8) Function
5140 = 104   / Input 40 (onboard Pin PL26-1) Function
5141 = 104   / Input 41 (onboard Pin PL26-2) Function
5142 = 104   / Input 42 (onboard Pin PL26-3) Function
5143 = 104   / Input 43 (onboard Pin PL26-4) Function
5144 = 12    / Input 44 (onboard Pin PL26-5) Function
5145 = 13    / Input 45 (onboard Pin PL26-6) Function
5146 = 14    / Input 46 (onboard Pin PL26-7) Function
5147 = 15    / Input 47 (onboard Pin PL26-8) Function
(Achtung: PL-Nummern im Editor gelten für HX3.5-Board!)

Verschobene Oktaven

  • Bei Einsatz von Fatar-Tastaturen: Sind die Octave Shifts (Parameter #1174 und #1175 unter *Tabs*) abgeschaltet? Eine ältere presets.dat enthielt hier falsche Einstellungen. In disem Fall im Editor Parameter #1174 und #1175 auf 0 (OFF) setzen und mit Store Defaults abspeichern, ebenfalls im HX3 Panel oder dem MenuPanel unter Preset 0. Solange noch keine eigenen Presets angelegt wurden, am besten die kompletten Presets mit dem presets.dat-File aus einem aktuellen HX3-Manager updaten (Updater-Menü Update via USB or FTDI Cable).